Brunnenvergifter - 1993

von Werner Gutmann
Regie: Fritz Bigler
Das Schauspiel schildert den verbissenen Kampf eines um die Volksgesundheit bangenden Arztes, gegen eine schwerfällige Bürokratie, gegen Interessenpolitik und wirtschaftliches Renditedenken. «Ich bin verpflichtet mich zu wehren, wenn ich etwas entdecke, was den Leuten schaden könnte».
Mit Hartnäckigkeit und fast bis zur Selbstaufopferung kämpft der Arzt, Dr. Michael Koch, für sauberes Trinkwasser in seiner Gemeinde. Dieser Kampf einer Einzelperson für die Einhaltung der geltenden Verordnungen und Gesetze, gegen Bürokratie, Amtsschimmel und Amtsmissbrauch der Behörden, sowie auch gegen die Gleichgültigkeit der Mitbürger führt Dr. Koch an den Rand seiner Gesundheit und seiner beruflichen Existenz. Die Dorfbevölkerung wird durch die Aussagen, Untersuchungen und Entdeckungen von Dr. Koch in zwei Lager gespalten. Ein Gemeinderat schwankt zwischen seinem Amt und der Liebe zu der Tochter von Dr. Koch hin und her. Ein Zeitungsverleger wird ganz unerwartet zum Gesprächsleiter und somit mit der ganzen Nitratangelegenheit im Trinkwasser konfrontiert. Die Frau von Dr. Koch bangt um die Gesundheit ihres Mannes und bittet ihn vergeblich den Kampf aufzugeben. Nach einem Hirnschlag scheint der Kampf für Dr. Koch verloren zu sein. Der Nitratwert im Trinkwasser wird kurzerhand von den Behörden heraufgesetzt. Doch der Zeitungsverleger bietet seine Hilfe an und führt nun den Kampf weiter. «Wenn Sie einverstanden sind, übernehme ich die Sache».










