D’Schattmattpure - 2015

von Marcel Reber
nach dem Roman «Die Schattmattbauern»
von Carl Albert Loosli
Aufführungsrechte: teaterverlag elgg, Belp
Regie: Marcel Reber
Habligen, eine kleine Gemeinde im Unteremmental. Ein trockener Sommer. Die Bauern warten sehnsüchtig auf den Regen. Als dieser eines Sonntagabends endlich kommt, wird er mit Jubel begrüsst, lässt aber, als er am nächsten Morgen vorbei ist, eine Katastrophe zurück: Der Bauer Res Rösti von der Schattmatt liegt tot am Gartenzaun. Erschossen.
Nicht lange dauert es, bis der Schwiegersohn des Toten, Fritz Grädel, in Verdacht gerät, hat ihm doch Rösti Res, ein böser und weit herum unbeliebter Mensch zu Lebzeiten manch argen Streich gespielt, und der junge Bauer hat sich zu Drohungen hinreissen lassen. Die Beweislast scheint auf den ersten Blick erdrückend, Grädel, der seine Unschuld beteuert, wird festgenommen.
Vor dem Geschworenengericht reichen die Indizien aber letztlich nicht aus. Fritz Grädel wird freigesprochen und entlassen. Doch die Untersuchungshaft und der Prozess haben aus ihm einen anderen Menschen gemacht. Einen, der nicht mehr an das Recht, nicht mehr an Gott glaubt. Das Erlebte und das Bewusstsein, insgeheim weiterhin als verdächtig, wenn nicht gar als schuldig zu gelten, weil der wahre Täter nicht gefunden wird, lassen ihn allmählich
zerbrechen. So weit, dass man ihn in eine Klinik einweisen muss. Aus dieser gibt es für ihn kein Zurück mehr.
Erst viele Jahre nach dem Mord enthüllt ein Brief die ganze Wahrheit. Eine Wahrheit, die Leserinnen und Leser des Romans, Zuschauerinnen und Zuschauer im Theater schon längst ahnen. Warum sind nicht auch die Vertreter von Recht und Ordnung darauf gekommen...?








































